Wartung von Förderstrecken, Rollenbahnen und Gurtförderern.
Förderanlagen sind das Rückgrat Ihrer Intralogistik. Wir warten Rollenbahnen, Kettenförderer und Gurtförderer - mechanisch und elektrotechnisch.
Förderanlagen-Typen, die wir betreuen.
Förderanlagen sind selten Standard-Komponenten von der Stange. In intralogistischen Anlagen kombinieren Betreiber Rollenbahnen, Kettenförderer und Gurtförderer entlang einzelner Streckenabschnitte, ergänzt um Vertikalförderer, Stau- und Vereinzelungseinrichtungen. Jeder Streckenabschnitt hat seine eigene Verschleiß-Charakteristik – und genau darauf richten wir Wartung und Inspektion aus.
- Rollenbahnen: angetriebene und nicht-angetriebene Strecken, Tragrollen-Inspektion, Lager-Austausch
- Kettenförderer: Kettenspannung, Schmierung, Verschleißmessung, Austausch von Kettenrädern und Gleitleisten
- Gurtförderer: Bandverlauf, Spannung, Vulkanisation und Verbindungen, Trommellager
- Vertikalförderer und Heber: Mechanik, Sicherheitseinrichtungen, Endlagen-Erfassung
- Stau- und Vereinzelungseinrichtungen: mechanische Justage und Sensorik-Abstimmung
Typische Wartungsarbeiten.
Wartung an Förderanlagen verläuft entlang eines Schmier- und Wartungsplans, der entweder vom Hersteller vorgegeben oder anhand der Einsatzintensität definiert wird. Häufige Eingriffe sind die Schmierung von Antriebsketten und Gleitleisten, die Sichtprüfung auf Verschleiß an Tragrollen und Antriebsrädern sowie der vorausschauende Tausch von Verschleißteilen, bevor sie zum Ausfall führen.
- Inspektion und Wartung von Förderstrecken nach Hersteller- oder Betreiberplan
- Schmierung beweglicher Komponenten gemäß Schmierplan
- Austausch von Verschleißteilen (Rollen, Ketten, Gurte, Antriebsräder, Lager)
- Justierung von Sensoren und Lichtschranken – siehe Sensorik & Lichtschranken
- Prüfung mechanischer Schutzeinrichtungen und NOT-AUS-Funktionen

Vorausschauende statt reaktive Wartung.
Die meisten Stillstände an Förderanlagen entstehen nicht plötzlich. Sie kündigen sich an – durch zunehmende Lagergeräusche, erhöhte Stromaufnahme an Antrieben, sichtbare Verformungen an Tragrollen. Wer diese Signale früh erkennt und einplant, ersetzt Verschleißteile in der nächsten geplanten Wartungspause statt in einer akuten Störung. Das spart nicht nur die Notdienst-Zuschläge, sondern auch die Ausfallzeiten im laufenden Produktionsbetrieb.
Wir dokumentieren in jedem Wartungseinsatz den Zustand der Verschleißkomponenten und vergleichen ihn mit dem letzten Befund. So entsteht über die Jahre ein Trendbild – bei welcher Lebensdauer welche Komponente ausgetauscht werden sollte. Diese Datenbasis ist die Grundlage für realistische Wartungsbudgets und für die Ersatzteilbevorratung.
Abgrenzung zu Schichtbegleitung und Notdienst.
Antriebsseitig arbeiten wir eng mit unserer Kompetenz für Antriebe und Elektromotoren zusammen. Bei Störungen im laufenden Betrieb greift unsere Störungsbeseitigung. Wenn ein Kunde dauerhafte Vor-Ort-Präsenz mit 24/7-Schichtbegleitung benötigt – also Servicetechniker direkt am Band oder in der Leitwarte – verweisen wir an die LED Industrie. Unser Service-Modell sind geplante Wartungseinsätze und reaktive Störungsbehebung, keine kontinuierliche Schichtpräsenz.
Häufige Fragen zur Förderanlagen-Wartung.
In welchen Intervallen sollte eine Förderanlage gewartet werden?
Das hängt von der Einsatzintensität ab. Bei einschichtigem Betrieb mit moderaten Lasten reicht meist eine jährliche Hauptwartung plus quartalsweise Sichtprüfung. Bei Mehrschicht-Betrieb oder hohen Lastwechseln empfehlen wir halbjährliche Hauptwartung. Verbindlich ist immer der Hersteller-Wartungsplan – daraus leiten wir gemeinsam mit dem Betreiber ein realistisches Intervall ab.
Können Sie Förderanlagen verschiedener Hersteller warten?
Ja. Unsere Servicetechniker kennen Anlagen von Gebhardt, Dambach, SSI Schäfer, Interroll und weiteren etablierten Herstellern. Bei hersteller-spezifischen Komponenten arbeiten wir mit Originalteilen und in Abstimmung mit dem Hersteller. Bei größeren Umbauten oder Komponententausch besprechen wir vorab, ob Wartungsvereinbarungen oder Garantien des Herstellers berührt sind.
Was kostet eine Wartung im Vergleich zur Reparatur nach Ausfall?
Geplante Wartung lässt sich in Zeitfenster legen, in denen die Anlage ohnehin steht (Wochenende, Wartungspause, Schichtwechsel). Eine Reparatur nach Ausfall geschieht meist mitten in der Schicht – mit entsprechenden Notdienst-Zuschlägen und Produktionsausfall. Konkrete Zahlen erstellen wir nach einer Anlagenbegehung und Sichtung der Wartungshistorie.
Können Sie auch ältere Anlagen warten, für die es kaum noch Ersatzteile gibt?
In den meisten Fällen ja. Bei Förderanlagen sind Verschleißteile (Rollen, Lager, Ketten) standardisierter, als es scheint – sie lassen sich oft durch baugleiche Industrieware ersetzen. Bei Steuerungstechnik wird es schwieriger; hier prüfen wir gemeinsam, ob ein gezieltes Retrofit der Steuerung wirtschaftlicher ist als die punktuelle Reparatur.
Welche Dokumentation erhalten wir nach jedem Wartungseinsatz?
Sie bekommen einen Wartungsbericht mit den durchgeführten Arbeiten, dem Befund pro Komponente, eingebauten Ersatzteilen und einer Empfehlung für den nächsten Einsatz. Auf Wunsch übergeben wir die Daten digital, sodass Sie sie in Ihr Wartungsmanagement-System (CMMS) übernehmen können. Mehr dazu unter Dokumentation und Betreiberpflichten.
