Prüfung, Justierung und Tausch von Sensoren und Lichtschranken.
Sensorik entscheidet über Genauigkeit und Sicherheit der Anlage. Wir prüfen Lichtschranken, induktive Sensoren und Sicherheitslichtgitter.
Sensorik-Typen, die wir betreuen.
Sensorik ist das Nervensystem einer automatisierten Förderanlage. Lichtschranken erkennen Werkstücke, Näherungsschalter melden Endlagen, Sicherheitslichtgitter schützen Zugriffsbereiche. Fällt ein einziger Sensor falsch, steht im schlimmsten Fall die ganze Linie – obwohl die eigentliche Mechanik intakt ist. Sensorik-Wartung ist deshalb eine der wirkungsvollsten Maßnahmen, um Förderanlagen-Verfügbarkeit hoch zu halten.
- Optische Sensoren: Reflexlichtschranken, Einweglichtschranken, Tastlichtschranken
- Induktive Näherungsschalter: Endlagen-Erfassung an Förderern und Vereinzelungseinrichtungen
- Sicherheitslichtgitter und -lichtvorhänge: Zugangssicherung an Logimaten und Förderstrecken
- Stau- und Vereinzelungssensorik: Steuerung des Materialflusses an Pufferstrecken
- Drehzahl- und Stillstandswächter: Sicherheit an Antriebskomponenten
Typische Leistungen.
- Justage und Funktionsprüfung von Lichtschranken und Näherungsschaltern
- Reinigung optischer Bauteile (Linsen, Reflektoren) – Verschmutzung ist die häufigste Ausfallursache
- Tausch defekter Sensoren einschließlich Parametrierung am Steuergerät
- Funktionsprüfung von Sicherheitslichtgittern nach Maschinenrichtlinie
- Dokumentation der Sicherheitsparameter (Reaktionszeit, Anhaltestrecke)
Verschmutzung ist die häufigste Ausfallursache.
Was viele Betreiber überrascht: Bei optischen Sensoren ist nicht der Defekt der häufigste Ausfallgrund, sondern die Verschmutzung. Eine matte Linse oder ein verstaubter Reflektor reduziert die Empfangsleistung soweit, dass der Sensor sporadisch nicht mehr schaltet. Symptom: die Anlage steht ohne erkennbaren Grund, lässt sich aber problemlos quittieren. Eine planmäßige Sensorik-Wartung, bei der wir die optischen Bauteile reinigen, vermeidet einen großen Teil dieser sporadischen Ausfälle – mit minimalem Aufwand.

Sicherheitslichtgitter unterliegen besonderen Regeln.
Sicherheitslichtgitter und -lichtvorhänge sind keine gewöhnlichen Sensoren – sie sind sicherheitsrelevante Einrichtungen nach Maschinenrichtlinie und EN ISO 13849. Funktionsprüfung, Reaktionszeitmessung und Justage müssen dokumentiert und in regelmäßigen Intervallen wiederholt werden. Wir führen diese Prüfungen integriert mit der DGUV-V3-Prüfung durch, sodass eine einheitliche Dokumentationskette entsteht. Die Verzahnung mit der Förderanlagen-Wartung bedeutet praktisch, dass im selben Servicefenster sowohl Mechanik als auch Sensorik geprüft werden.
Wann eine Justage reicht und wann der Sensor getauscht werden muss.
Ein erfahrener Servicetechniker erkennt am Sensor-Verhalten, ob die Justage nur dejustiert wurde (typisch nach Anfahrschäden oder Erschütterungen) oder ob das Bauteil selbst defekt ist. Bei Justage-Problemen schalten wir nach Reinigung und Neuausrichtung sauber. Bei Bauteildefekten zeigt sich oft eine instabile Schaltkennlinie – der Sensor schaltet bei verschiedenen Abständen oder Beleuchtungen unterschiedlich. In solchen Fällen tauschen wir.
Sensorik wird im Verbund mit der Förderanlagen-Wartung betreut. Sicherheitsrelevante Prüfungen verzahnen wir mit der DGUV-V3-Prüfung. Bei Störungen, die über Justage hinausgehen, greift die Störungsbeseitigung.
Häufige Fragen zu Sensorik und Lichtschranken.
Wie oft sollten Lichtschranken gereinigt und justiert werden?
In sauberer Umgebung (Hochregallager, Logimaten) reicht meist eine jährliche Sichtprüfung mit punktueller Reinigung. In Bereichen mit Staub-, Karton- oder Papierabrieb empfehlen wir halbjährlich. Bei Anlagen mit ölhaltiger oder feuchter Umgebungsluft kann sogar eine quartalsweise Reinigung sinnvoll sein. Wir definieren das Intervall gemeinsam anhand Ihrer Erfahrung mit sporadischen Anlagenstillständen.
Was passiert, wenn ein Sicherheitslichtgitter ausfällt – dürfen wir weiterarbeiten?
Nein. Ein defektes Sicherheitslichtgitter ist kein Komfortverlust, sondern ein sicherheitsrelevanter Mangel. Bei der nächsten Bewegung im geschützten Bereich kann die Maschine das Personal verletzen. Die Anlage muss bis zur Reparatur außer Betrieb bleiben oder durch eine ersatzweise Sicherheitseinrichtung (Absperrung) geschützt werden. Wir rücken bei Sicherheitslichtgitter-Defekten priorisiert aus.
Sind alte Sensoren noch beschaffbar?
Bei Standard-Sensorik (Lichtschranken, Näherungsschalter) ja – die meisten Hersteller halten ihre Reihen lange im Programm. Bei spezielleren Sicherheitslichtgittern aus Anlagen, die 15+ Jahre alt sind, kann es schwieriger werden. Dann prüfen wir, ob es einen anschlusskompatiblen Nachfolger gibt oder ob die Steuerungs-Schnittstelle so anpassbar ist, dass ein moderner Ersatz integriert werden kann.
Können Sie Sensorik-Justage auch ohne Schaltschrank-Zugang?
Die mechanische Justage (Ausrichtung der Sender-Empfänger-Linie) ist meist ohne Schaltschrank möglich. Für die Parametrierung am Steuergerät (Reichweiten-Einstellung, Empfindlichkeit, Anwesenheits-Logik) brauchen wir Zugriff auf die Steuerung. Bei integrierten Smart-Sensoren mit IO-Link erfolgt die Parametrierung sogar direkt am Sensor – dafür brauchen wir nur das Diagnose-Tool.
Was kostet die Sensorik-Wartung im Verhältnis zur Mechanik-Wartung?
Sensorik-Wartung ist in der Regel zeitlich kürzer als Mechanik-Wartung – oft eine Stunde pro 10 bis 15 Sensoren, abhängig von Zugänglichkeit. Sie ist damit deutlich günstiger als die Behebung sporadischer Anlagenstillstände durch verschmutzte Sensorik. Bei Sicherheitslichtgittern kommt der formale Aufwand für Reaktionszeitmessung und Dokumentation hinzu – das ist gesetzlich vorgeschrieben.
