Störungsbeseitigung mechanisch und elektrotechnisch.
Wenn die Anlage stillsteht, zählt jede Minute. Wir analysieren, reparieren und dokumentieren - im laufenden Betrieb oder im geplanten Stillstand.
Wie wir bei Störungen vorgehen.
Bei einer Störungsmeldung kommt es auf strukturiertes Vorgehen an: Aufnahme der Symptome, Sichtung der letzten Wartungsdokumentation, Vor-Ort-Diagnose. Wir vermeiden Aktionismus – aber wir vermeiden auch unnötige Diagnoseschleifen, indem wir die Anlagenhistorie kennen. Eine Störung an einer Anlage, die wir regelmäßig warten, ist deutlich schneller diagnostiziert als die erste Begegnung mit einem unbekannten System.
Typische Störungsbilder.
- Mechanisch: Verschleiß an Förderketten, Lagerschäden, blockierte Tragrollen, defekte Greifer
- Elektrotechnisch: defekte Sensoren, Frequenzumrichter-Fehler, Schaltschütz-Schäden
- Sensorik: verschmutzte Optik, dejustierte Lichtschranken, defekte Näherungsschalter
- Steuerungstechnik: Fehlermeldungen ohne erkennbare Hardware-Ursache, Software-Reset nötig
Was wir liefern.
- Vor-Ort-Diagnose mit Mess- und Prüfgerät
- Reparatur einschließlich Tausch von Verschleißteilen
- Funktionsprüfung und Wiederinbetriebnahme
- Einsatzbericht mit Fehlerursache und durchgeführten Maßnahmen
- Empfehlung zur Vermeidung wiederkehrender Störungen (Wartungsplan-Anpassung)

Diagnose-Reihenfolge in der Praxis.
Wir gehen meist nach dem Prinzip vom Einfachen zum Komplexen vor. Erster Schritt: Sichtprüfung und Bedienteil-Display – 30 bis 50 Prozent aller gemeldeten Störungen lassen sich an dieser Stelle bereits identifizieren (verschmutzte Sensoren, fehlende Quittierung, geöffnete Wartungstüren). Zweiter Schritt: Auslese der Fehlerspeicher von Frequenzumrichtern und SPS. Dritter Schritt: gezielte Messungen mit Multimeter, Schleifenwiderstandsmesser und Oszilloskop. Nur wenn die ersten drei Schritte keine eindeutige Ursache liefern, gehen wir in tiefere Steuerungs- oder Software-Analysen. Diese Reihenfolge ist nicht Zufall – sie minimiert die Diagnosezeit und vermeidet vorschnelle Komponentenwechsel.
Provisorien vs. nachhaltige Reparatur.
In manchen Fällen ist die nachhaltige Reparatur an Ort und Stelle nicht möglich – zum Beispiel weil ein hersteller-spezifisches Ersatzteil erst beschafft werden muss. Dann setzen wir gemeinsam mit dem Betreiber ein Provisorium auf: eine vorübergehende Lösung, die den Betrieb aufrechterhält, bis das richtige Ersatzteil verfügbar ist. Wichtig ist, dass solche Provisorien klar als solche dokumentiert sind und nicht zur Dauerlösung werden – sie reduzieren häufig die Verfügbarkeit oder die Sicherheit gegenüber dem Sollzustand.
Erkenntnisse fließen zurück in die Wartung.
Jeder Störungseinsatz liefert Erkenntnisse über Schwachstellen der Anlage. Wir dokumentieren in jedem Einsatzbericht, ob die Störung durch geänderte Wartungsintervalle, andere Schmiermittel, vorausschauenden Tausch von Verschleißteilen oder Software-Updates künftig vermeidbar gewesen wäre. Diese Empfehlungen fließen in den nächsten Wartungsplan ein – das ist der eigentliche Gewinn, wenn Wartung und Störungsbeseitigung beim gleichen Dienstleister liegen.
Die Störungsbeseitigung verzahnt sich mit allen anderen Servicebereichen: Förderanlagen-Wartung, Antriebe und Motoren, Sensorik. Befunde aus Störungen fließen in die Dokumentation ein und werden im nächsten Wartungszyklus berücksichtigt. Für 24/7-Bereitschaft und Schichtbegleitung verweisen wir an die LED Industrie.
Häufige Fragen zur Störungsbeseitigung.
Wie schnell sind Sie nach einer Störungsmeldung vor Ort?
Bei Bestandskunden mit Service-Vertrag rücken wir in der Regel innerhalb weniger Stunden aus – die genaue Reaktionszeit halten wir vertraglich fest, abhängig von Anlagenkritikalität. Bei Neukunden ohne Vertrag erfolgt die erste Anfahrt am nächsten Werktag. Für Kunden mit 24/7-Anforderungen empfehlen wir die Kombination mit Schichtbegleitung über die LED Industrie.
Können Sie auch Anlagen reparieren, die Sie nicht regelmäßig warten?
Ja, das machen wir regelmäßig. Allerdings ist die Diagnose ohne Anlagenhistorie zeitlich länger und damit teurer. Wir empfehlen deshalb, dass mindestens die Hauptkomponenten der Anlage in unserer Dokumentation hinterlegt sind – das spart bei jedem späteren Störungseinsatz Zeit. Bei wiederholten Störungen lohnt es sich, die Wartung dauerhaft zu übergeben.
Was kostet ein Störungseinsatz im Vergleich zur planmäßigen Wartung?
Pro Stunde ist der Störungseinsatz teurer – es kommen Anfahrt, Diagnoseaufwand und meist auch Notdienst-Zuschläge dazu. Hinzu kommt der Produktionsausfall während der Störung. Eine grobe Faustregel aus unserer Praxis: ein einziger größerer Störungseinsatz kostet so viel wie mehrere planmäßige Wartungen. Deshalb empfehlen wir konsequent vorausschauende Wartung statt reaktiver Reparatur.
Welche Ersatzteile haben Sie im Servicefahrzeug dabei?
Wir führen die gängigen Verschleißteile mit – Lager, Wellendichtungen, Standard-Sensoren, Sicherungen, Schaltschütze in gängigen Baugrößen. Hersteller-spezifische Komponenten (spezielle Antriebsmodule, Logimaten-Greifer) müssen beschafft werden. Bei Bestandskunden vereinbaren wir oft eine Vor-Ort-Ersatzteilbevorratung im Lager des Kunden für kritische Komponenten.
Was passiert, wenn die Störung nicht eindeutig diagnostizierbar ist?
In seltenen Fällen lässt sich eine Störung im ersten Einsatz nicht eindeutig diagnostizieren – typisch bei sporadisch auftretenden Problemen, die im Diagnosemoment nicht reproduzierbar sind. Dann setzen wir Monitoring-Tools ein (Datenlogger an Steuerungssignalen, Vibrationsaufnahme über mehrere Tage) und werten die aufgezeichneten Daten gemeinsam mit dem Hersteller aus. Das ist aufwendiger, führt aber zu nachhaltigen Lösungen statt zu wiederkehrenden Notreparaturen.
